Schechina-Kurs

Die Schechinah-Schulung

Vorwort

Ein Schulungsweg für das 3. Jahrtausend.
20 Lehrbriefe zur Erkenntnis des Selbst und der persönlichen Bestimmung.
Liebe Freundin, lieber Freund auf dem geistigen Weg!

Diese Lehrbriefe und meine Seminare sollen eine Orientierungshilfe sein, für den suchenden Menschen, in dieser Zeit des Aufbruchs in eine ganz neue Zeitepoche, dem Zeitalter des Wassermannes, wie es auch genannt wurde. Es werden heute so unendlich viele Wege, Methoden, Schulungen, Heilslehren usw. angeboten, die sich teilweise auch widersprechen, dass so mancher Sucher sich fragen könnte: Für welchen Weg soll ich mich nun entscheiden?

Welchen Beitrag sollen nun diese 20 Lehrbriefe in dem ganzen unübersichtlichen „spirituellen Markt“ einnehmen und wie kannst du feststellen, dass es eine wirkliche Hilfe für dich ist?

Was hier gelehrt wird ist ja nicht neu! Es ist die gleiche Lehre, die bereits in der Kernaussage, auch in allen wesentlichen heiligen Schriften der Menschheit überliefert wurden. Wenn das so ist, warum, könnte man sich dann fragen, sollte man sich nicht gleich an die „Originale“ halten, warum braucht es dann überhaupt noch Lehrbriefe?

Nun, alle heiligen Schriften haben eine tiefere Sinnbedeutung, die nicht ohne weiteres durch einfaches Lesen zu erschließen ist. Es braucht eine gewisse Art von Vermittlung oder eine Hilfestellung, um den richtigen Zugang zu finden. Eine Hilfestellung, die auch berücksichtigt, in welcher Zeit wir leben und was die dominierenden Glaubensinhalte und kulturellen Konzepte sind, die wir verinnerlicht haben und die uns nun für das Verständnis der Wahrheit möglicherweise im Wege stehen.

Ewige Wahrheiten müssen einfach und für das Herzensempfinden und den unvoreingenommenen Verstand nachvollziehbar sein. Prüfe also liebe Freundin, lieber Freund, ob dir der Inhalt dieser Briefe einleuchtet, ja vielleicht sogar ein angenehmes, erhebendes Gefühl hinterlassen. Das wäre ein Zeichen, dass eine Resonanz zu deinem innersten Wahrheitsbewusstsein besteht.

Was du mein lieber Freund, meine Freundin, sonst für Eigenschaften mitbringen solltest, um diese Lehrbriefe optimal nutzen zu können, sind vor allem Sehnsucht nach Wahrheit, Ernsthaftigkeit, Entschlossenheit, Mut und Beständigkeit.

Dies sind auch die Vorraussetzungen dafür, dass diese Lehrbriefe ihr Optimum an Wirkung in deinem Leben entfalten können. Es ist vergleichbar der Beschaffenheit des Bodens, der letztlich bestimmt, ob und auf welche Weise die Aussaat eines Ackermanns aufgeht oder nicht. Wenn er nicht hart, sondern locker, fruchtbar und empfänglich ist, dann werden sich schon bald wunderbare Früchte deiner Bemühungen einstellen und dein Leben wird eine tieferen Sinn und eine größere Erfüllung bekommen, als du dir das bisher vorstellen konntest.

Diese Lehrbriefe werden kostenlos weitergegeben, weil man geistige Wahrheiten nicht verkaufen kann. Wenn du dich aber beschenkt fühlst und du spürst, wie sehr sich dein Leben zum Positiven verändert hat, kannst du dies in Form einer Zuwendung zurückgeben, du sollst dich aber bitte nicht verpflichtet fühlen.

Neben den einzelnen Lehrbriefen findest du jeweils nach jedem Lehrbrief Buchempfehlungen, um den Bewusstseinsprozess zu unterstützen und später auch Meditationskassetten als Hilfe für die innere Einkehr und Meditation.

Möchtest du jetzt den ersten Lehrbrief beziehen oder dich über meine Seminare informieren, dann kontakte mich einfach. Alle weiteren Lehrbriefe folgen dann per Post oder e-mail in monatlichem Abstand. Du solltest 3 bis 4 Wochen mit einem Brief arbeiten. Wünschenswert wären einige eigene Gedanken, Kommentare oder Fragen zu dem bisher gehörten zurückzuschicken.

Gott segne dich und deinen Weg!
Maximilian Yehudi Schäfer
 

Einleitung

Manchmal ist es schwer mit einer gewissen Distanz auf unser eigenes Leben zu schauen. Wir sind im Allgemeinen so verstrickt und identifiziert mit dem „Alltäglichen“, dass wir den Blick für die eigentliche Bedeutung unseres Lebens verlieren. Wir verschieben im Laufe unseres Lebens allmählich die Prioritäten und die wahren Werte entschwinden uns. Das geht so leicht und allmählich, dass es und gar nicht wirklich bewusst wird.

Ja, in gewisser Weise sind uns da Kinder ein entscheidendes Stück voraus. Sie streben, wenn auch unbewusst, immer danach Freude zu haben, glücklich zu sein. Wir „Erwachsenen“ haben meist selbstverständlich übernommen, dass es ab einem bestimmten Alter um andere Werte geht, wie: Pflichterfüllung, Ernsthaftigkeit, Geld verdienen, Streben nach Prestige und Ansehen oder „sich etwas aufbauen“. Hinterfragen wir einmal dieses Konzept mit einem einfachen „warum müssen wir uns etwas aufbauen?“ so kann es durchaus sein, dass wir für einen Moment zögern und ins Nachdenken geraten. Wenn man heute eine Umfrage machen würde: „Was ist der Sinn des Lebens?“ und gäbe man drei Antworten vor:

a, „Sich etwas aufzubauen und es im Leben zu etwas bringen“,
b, „Ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu sein“ und
c, „Um zu lieben und glücklich zu sein“,

so würden sicher 80% oder mehr Antwort c ankreuzen. Dies scheinen wir also verstanden zu haben. Warum fällt es uns dann so schwer dieses Ziel auch praktisch zu unserem persönlichen Ziel zu machen und im alltäglichen Leben umzusetzen? Müssten wir uns dann vielleicht eingestehen, dass wir im Grunde gar nicht so genau wissen, wie wir das anstellen sollen? Wir haben eine vage Vorstellung was Glück für uns bedeuten könnte, z.B. wenn ich den Mann oder die Frau fürs Leben gefunden habe, wenn ich meine beruflichen Ziele erreicht habe, wenn ich von anderen geliebt oder respektiert werde, wenn ich mir alles leisten kann. In all diesen Fällen ist unser Glück von äußeren Faktoren abhängig. Ändern sich diese, ist es auch schon mit dem Glück vorbei. Man könnte nun vertreten, dass nun einmal das Leben so ist. Alles ändert sich, alles ist vergänglich! Das könnte man dann als Lebensweisheit bezeichnen und wieder zu den persönlichen Alltäglichkeiten übergehen. Vielleicht würde das auch funktionieren, gäbe es da nicht etwas in unserem Inneren, das sich mit diesem Ergebnis nicht zufrieden geben kann. Es nagt und bohrt weiter, wie ein fauler Zahn oder ein störendes Geräusch, das man nicht abschalten kann.

So mancher mag sich, wenn er das bei sich wahrnimmt, fragen: Stimmt etwas mit mir nicht, bin ich vielleicht zu anspruchsvoll oder notorisch unzufrieden? Hat man uns nicht auch beigebracht, dass es eine Tugend ist bescheiden und genügsam zu sein? Woher kommt diese Sehnsucht nach, ja nach was eigentlich? Spürst du liebe Freundin, lieber Freund diese Sehnsucht in deinem Inneren? Wenn ja, dann steht es gut mit dir! Du musst sie gar nicht benennen können, vielleicht ist es die Sehnsucht nach echter Liebe, vielleicht nach Freiheit, vielleicht nach Seelenfrieden, vielleicht nach Erfüllung. Wie auch immer, es kommt aus der gleichen Quelle und wir alle haben es als Grundprogramm eingebaut.

Manche sagen, es ist unser Herz! Und dieses Herz ist etwas Merkwürdiges. Es folgt nämlich nicht unserem  Verstand, nicht unserer Vernunft oder unserem Realitätsverständnis.

Es bleibt wild und ungezähmt und meldet sich manchmal in den unpassendsten Momenten, ja kann unsere geordnetes Leben völlig aus der Bahn werfen. Dieses Herz, liebe Freunde, ist das Beste was wir haben und wir sollten anfangen es zu hegen und zu pflegen wie einen kostbaren Schatz.

Weil in ihm der Schlüssel, für alles was wir uns wünschen, liegt, sei es Freiheit, Liebe, Glück oder Frieden. Weise und Mystiker aller Kulturen und aller Epochen waren sich einig: Das Herz ist das Abbild des Göttlichen in uns.

Göttliches Gleichnis

Der süße Duft des Rosenstrauchs in deinem Garten,
Der goldene Abendglanz an deiner Tür,
Der Sang der Kreatur in allen ihren Arten,
Du könntest ihre Schönheit nicht erfühlen,
Wär’ nicht das Göttliche in Dir

Kind, du selbst bist die Erfüllung,
Die du im Äußeren dir erhoffst.
Dein teurer Körper ist nur die Umhüllung,
Dein wahres Wesen ist aus Seelenstoff.

Die große Sehnsucht tief in deinem Herzen,
Der Ruf nach Freiheit, den du in dir spürst,
Die wachen Nächte voller Liebesschmerzen,
Sind Gottes Zeichen, dass Erfüllung existiert.

Denn gäb’ es keine Luft am Himmel,
So könnten Vögel nimmer fliegen.
Wie sollten ohne Wasser Fische schwimmen?
Und gäb’ es nicht die große Liebe Selbst,
Wie könnten wir einander lieben?

Und dieses göttliche Herz ist auch der Schlüssel zu unserem Weg zu einem höheren Bewusstsein, zu unserem Erwachen, zu unserer Befreiung. Wie immer es auch genannt wird, es ist alles ein- und dasselbe. Und dieses wahre Herz sucht nach seinem Ursprung. So wie ein Stein immer wieder auf die Erde fällt, wie eine Blume sich zum Licht neigt, wie ein Baum zum Himmel strebt, wie das Feuer nach oben lodert, so sehnt sich unsere Herz nach dieser wahren Erfüllung, für die es geschaffen wurde.
Propheten, Mystiker, Heilige und Weisen haben es Himmel, Gott oder das Absolute genannt. Für sie war es keine Idee, keine Theorie, nicht nur blinder Glaube, keine bloße Überlieferung, die man sich weitererzählt, sie kannten es aus eigener Erfahrung. Und sie haben davon gepredigt, gesungen, geschrieben und gestammelt oder ganz geschwiegen. Sie haben für uns Sterblichen eine Botschaft hinterlassen, die da lautet: Wenn du einmal davon gekostet hast, wirst du dich nach nichts anderem mehr sehnen. Und du wirst für immer wissen, was der wahre Sinn des menschlichen Lebens ist.

Im Grunde ist die Geschichte des ganzen Menschengeschlechtes nicht anderes als das Besitzen, Verlieren und wieder Finden dieses höchsten Gutes. Und es hat immer Menschen gegeben, die es als ihre Berufung gesehen haben den Weg zur Erlangung dieses höchsten Gutes, dieses ultimativen Schatzes, dieses glückerfüllten Bewusstseins, zu zeigen. Sie wurden als Propheten, Heilige, Weise, Meister verehrt oder verfolgt, geliebt oder getötet. Einigen von ihnen haben Lehren und Schriften hinterlassen, die wir heute noch als heilige Schriften bezeichnen und von denen wir ahnen, dass sie mit dem Tiefsten verbunden sind, was uns als Menschen ausmacht.

Im Indischen gibt es den Begriff „Sat – Chit – Ananda“ was übersetzt heißt, Sein – Bewusstsein – Glückseligkeit. Das bedeutet, wenn wir unser Sein, das wir alle bekommen haben, mit dem wahren Bewusstsein füllen, dann werden wir glücklich, ja glückselig sein!

Das ist und war immer schon das eigentliche Ziel des menschlichen Lebens!

Ich hoffe und wünsche diese Lehrbriefe könnten für dich, lieber Freund, liebe Freundin, in deinem geistigen Leben das sein, was bei einem Segelflieger das Zugflugzeug ist. Der Segler braucht das Zugflugzeug, um in die Höhe zu kommen. Wenn er aber eine gewisse Höhe erreicht hat, wird das Zugseil abgekoppelt und er fliegt alleine weiter, nur von der Luft getragen und vom Wind angetrieben, frei und mit einer überwältigenden Perspektive.

M.Y.S.

Copyright © 2008 Maximilian Schäfer