Paarberatung

Eine von Liebe und Verständnis getragene Beziehung zwischen Mann und Frau gehört zu den Grundlagen des Lebens und ist eine notwendige Voraussetzung für persönliches Glück. Sie ist darüber hinaus auch ein objektiver Spiegel an dem sich zeigt, ob eine Gesellschaft im Gleichgewicht ist oder nicht.

In unserer Zeit und unserem Kulturkreis ist es vor allem das Konzept der romantischen Liebe, das in den Wertvorstellungen von Alt und Jung den wohl höchsten Stellenwert besitzt. Schaut man hingegen mit nüchternem Blick auf die real existierende Beziehungen, so muss man feststellen, dass sie weit mehr von Konflikt, Unverständnis und Enttäuschung überschattet sind als von Liebe und Harmonie. Wenn Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander klaffen, bedeutet das eine dauernde Ursache für Unzufriedenheit und Desillusionierung im sozialen Organismus einer Gesellschaft.

Das ruft die so genannten “Realisten“ auf den Plan, die uns versuchen weis zu machen, dass nun mal so die Wirklichkeit sei und man sich deshalb, ob man will oder nicht, mit den Verhältnissen arrangieren müsse. Und so gleichen viele Liebesbeziehungen heute mehr einem Arrangement auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner, als einem sich entwickelnden, dynamischen Wachstumsprozess.

Hinter dem großen Missverständnis der geschlechtlichen Liebe, steckt in Wirklichkeit aber nichts anderes, als eine Art kollektiver Blindheit, die wahre Natur der Gegensätzlichkeit von Mann und Frau zu verstehen. Sie hat ihre letzte und tiefste Entsprechung auf der archetypischen Ebene, aus der sich auch die griechische Götterwelt entwickelt hat, aber auch unsere Märchen und Mythen und eben auch die Bilderwelt des Tarot.

Diese Ebene hat C:G. Jung das kollektive Unterbewusste genannt, ohne deren Berücksichtigung die Erscheinungen der Raum-Zeit-Wirklichkeit gar nicht wirklich zu verstehen sind. Die beiden Ebene verhalten sich zueinander etwa so wie die Spitze des Eisberges ( Raum-Zeit-Wirklichkeit ) zum viel größeren Teil, der verborgen unter Wasser ( Welt der Archetypen ) liegt.

Meine Erfahrungen in 10 Jahren Paarberatung haben gezeigt, dass es bei 70-80% aller Paare möglich ist, auch oft bereits lang anhaltende Konflikte zu lösen und eine ganz neue Sichtweise auf die innere Dynamik der Beziehung zu bekommen. Unterstützt wird das, durch die von mir entwickelte Methode der Sichtbarmachung der Ursachen durch die Bildsprache des Tarot. Sind diese einmal aufgedeckt und aus dem Nichtbewussten in die bewusste Wahrnehmung der Beteiligten gerückt, ändern sich die Verhältnisse fast automatisch zum Besseren und werden wieder in die ursprüngliche Ordnung des Lebens zurückgeführt, die allem Seienden zugrunde liegt. Oft entdecken die beiden Beteiligten dann mit großer Erleichterung ihre ursprüngliche Liebe für einander aufs Neue, die im Laufe der Zeit, durch falsche Prioritäten im Lebensalltag, und einem mangelnden Verständnis der Mann-Frau-Polarität, verschütt gegangen ist.

So konnte ich feststellen, dass viele Beziehungen zu neuer Blüte erwachen, die bereits am Ende schienen und auch mit herkömmlichen Paartherapien sich nicht zum Besseren wendeten. In der höheren Ordnung des Lebens gibt es keine fest geschriebenen Schablonen, nach denen wir so gern greifen, wenn wir versuchen unsere Probleme zu lösen. Das Leben ist immer wieder neu und bereits der griechische Philosoph Heraklit sagte: “Du kannst nie zweimal in den gleichen Fluss springen“. Und so bedürfen auch unsere Beziehungen von Zeit zu Zeit eines reinigenden Bades der Erneuerung—was manchmal auch nur eine kleine Veränderung des Blickwinkels bedeuten mag—damit sie für uns zu einer stetig sprudelnden Quelle von Glück und Erkenntnis werden können.

Copyright © 2008 Maximilian Schäfer